Hockey: 1.Herren mit Auftaktsieg beim Kaiser-Debüt – VfL 11:3 MTV

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Die 1.Herren starten erfolgreich in die neue Hallenrunde. Im Heimspiel gegen den Aufsteiger MTV Kronberg verhilft nach etwas Startschwierigkeiten eine geschlossene Mannschaftsleistung zum 11:3-Erfolg.

Nach dem Zitterklassenerhalt in der letzten Saison durften die 1.Herren auch in dieser Runde ihren Auftaktspieltag in der hessischen Oberliga bestreiten. Mit einem Erfolg in der Neuauflage des letztwöchigen Verbandspokalfinales gegen den MTV Kronberg sollte direkt der Grundstein für eine geruhsamere Spielzeit gelegt werden. Gleichzeitig standen dabei mehrere Premieren auf Marburger Seite an: Neben den Neuzugängen Georg Langwieler (THC Münster) und Constantin Wolf (RTHC Leverkusen) feierte Bertold Kaiser sein Pflichtspieldebüt als Trainer, während David Bickenbach (Gold-Weiß Wuppertal) nach einjährigem Intermezzo endlich wieder in Blau-Weiß auflief. Zur Feier des Einstands durfte Trainer Kaiser personell aus dem Vollen schöpfen und einen schlagkräftigen 12-Mann-Kader aufbieten.

Gegen die Gäste aus dem Taunus präsentierte sich der neuformierte VfL jedoch anfangs noch mit Sand im Getriebe. Abstimmungsprobleme zeigten sich speziell nach vorne, wo der Aufbau zunächst meist im gegnerischen Aus endete. Kronberg wirkte im Vergleich dazu eingespielter und war mit den ersten Halbchancen und Ecken näher am Führungstreffer. Die dickste Gelegenheit für die Gäste ergab sich nach etwa 10 Minuten, als nach Langwielers Brustabwehr auf der Linie folgerichtig auf Siebenmeter entschieden wurde, der jedoch neben dem Tor landete. Der Strafstoß schien Signalwirkung auf die Hausherren zu haben, kam das Offensivspiel in der Folge wesentlich besser in die Gänge. Konsequenterem Aufbauspiel und erhöhter Bewegung in der Spitze folgten nun auch die ersten Gelegenheiten auf Marburger Seite. So setzte beispielsweise Langwieler nach etwa 15 Minuten Bickenbach in Szene, der in den Kreis ziehen und mit einem butterweichen Lupfer unter die Latte zur Führung reüssieren konnte. Nur kurze Zeit später konnte Moritz Pilch die erste Marburger Ecke im Nachfassen direkt zum zweiten Treffer nutzen. Nach diesem Doppelschlag entwickelte sich ein leicht hektisches Spiel auf Augenhöhe mit Chancen auf beiden Seiten. Während die Gäste sich an dem stark aufspielenden Keeper Armin Keim noch die Zähne ausbissen, konnte Marburg in Person von Kapitän Jonathan Eberle nach einem schnellen Konter das 3:0 herstellen, was die Gäste kurz vor der Halbzeit nach Marburger Zuordnungsproblemen mit dem Anschlusstreffer zum Pausenstand beantworten konnten.

Mit der Devise noch klarer und disziplinierter aufzubauen, kam der VfL hellwach aus der Kabine. Keine 30 Sekunden waren gespielt, als Bickenbach den Ball im Kreis behaupten und aus dem Zweikampf heraus zum 4:1 netzen konnte. Die Erhöhung tat ihr übrigens, dass sich der VfL nun wesentlich abgeklärter präsentierte und so mehr Kontrolle über das Spiel gewinnen konnte. Zwar versuchte Kronberg mit taktischen Umstellungen und etwas mehr Pressing den Druck zu erhöhen, dennoch zeigte der VfL jetzt viel weniger Unforced Errors und konnte so innerhalb weniger Minuten zwei weitere Treffer zum 6:1 folgen lassen. Der MTV steckte deshalb nicht auf, tauschte bei noch ca. 20 Minuten auf der Uhr den Torwart gegen den 6.Feldspieler, um früh wieder in Schlagdistanz zu gelangen. Nach etwa drei Minuten zeigte diese Maßnahme in Form des 6:2 Wirkung, bei nun wieder 5-gegen-5 Feldspielern konnte Eberle jedoch mit einer herrlichen Ecke in den Giebel quasi postwendend antworten. Kronberg nahm daraufhin den Keeper unverzüglich wieder vom Feld und versuchte erneut schnellstmöglich den Anschluss zu erzielen, während der VfL darauf bedacht war hinten Zement anzurühren, um über Konter endgültig klare Verhältnisse herzustellen. Mit viel Leiden- und Laufbereitschaft gelang es dem VfL überwiegend gut die Gäste aus der Gefahrenzone zu halten, wenngleich Kronberg durchaus seine Chancen hatte, aber spätestens am exzellenten Keim abprallte. Der Damm hielt somit, bis Eberle mit seinem vierten Treffer und spätestens Simon Morherr etwa 8 Minuten vor Ende per Empty-Net-Goals den Sack zumachten. Zwar kam Kronberg noch zum 9:3, Maximilian Hinke und Morherr sorgten jedoch schließlich für den 11:3-Endstand.

Ein äußerst wichtiger Auftaktdreier, der über das ganze Spiel betrachtet etwas zu klar ausfällt, aber durch die effizientere Chancenauswertung und die starke zweite Halbzeit sicherlich verdient ist. Mit dem Sieg im Verbandspokal und dem heutigen Auftritt scheinen Mannschaft und Trainer auf dem richtigen Weg zu sein, wenngleich natürlich nach wie vor noch Trainingsbedarf besteht und weitere Zeit nötig ist, dass sich Mechanismen und Abstimmung einstellen. Dennoch: Mit einer ähnlich geschlossenen und abgeklärten Mannschaftsleistung besteht auch nächsten Sonntag bei TEC II die Chance auf Zählbares.

Es spielten: Armin Keim, Andreas Büchler – Georg Langwieler, Simon Morherr (2), Simon Samstag, Moritz Pilch (2) – Matthias Döring, Constantin Wolf, David Bickenbach (2), Jonathan Eberle (4), Daniel Keil und Maximilian Hinke (1).