Hockey am Wochenende

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Ordentlicher Saisonauftakt der Marburger Hockeyherren

Damen mit Ausrufezeichen zum Auftakt

Mädchen A machen fette Beute

An diesem Sonntag begann für die Marburger Hockeymannschaften des VfL Marburg die Hallenhockeysaison 2015/2016. Zum Auftakt trennten sich die 1. Hockeyherren bei dem Heimspiel gegen die Bundesligareserve des Rüsselsheimer RK mit 4:4 unentschieden.
Zum ersten Saisonspiel in der heimischen Gaßmann-Halle konnte Leonhard Pfeiffer auf den gesamten Kader zurückgreifen. Trotz eines starken Gegners, den man noch aus gemeinsamen Regionalliga-Zeiten gut kennt, sollten die ersten 3 Punkte dieser Saison im ersten Spiel eingefahren werden. Beide Mannschaften begannen das Spiel sowohl taktisch und spielerisch auf Augenhöhe, sodass erst durch eine Strafecke in der 9. Minute die 0:1 Führung der Gäste erzielt werden konnte. Die passende Antwort Marburgs gab es jedoch nur wenige Minuten später, als Simon Morherr, ebenfalls durch Strafecke, das Ergebnis wieder auf 1:1 korrigierte. Marburg erarbeitete sich in der Folge immer mehr Feldüberlegenheit, die aber durch weitere Strafecken und einen Siebenmeter nicht in Zählbares umgewandelt werden konnte. Sowohl in der Defensive und Offensive stand Marburg gut, besonders durch die ordnende Hand von Mittelfeldmann Moritz Pilch, sodass der RRK kaum noch zu Chancen kam. Erst in der 25. Minute konnte Matti „Einhorn“ Döring, nach einem wunderschönen Doppelpass mit Oliver Mock, zum 2:1 einschlenzen. Es dauerte jedoch keine 30 Sekunden nach Wiederanpfiff, dass eine Unachtsamkeit der Marburger Defensive mit dem 2:2 bestraft wurde. Spätestens jetzt war jedem in der Gaßmann-Halle klar, dass dieses Spiel durch die kleinsten Fehler entschieden werden konnte und so nahm dass Spiel immer mehr an Fahrt auf, was zu vielen taktischen Fouls und durchaus körperbetontem Einsatz auf beiden Seiten führte. 20 Sekunden vor der Halbzeitsirene sollte jedoch noch ein Tor fallen. Nach einem Solo von Jonathan Eberle gegen zwei Verteidiger ließ er auch dem Torwart der Gäste mit einem gefühlvollen Heber keine Chance und bescherte Marburg die 3:2 Halbzeitführung.

Die zweite Hälfte war gerade angepfiffen, da nutzte Christopher Kalischer die Gelegenheit aus, dass die Rüsselsheimer anscheinend noch mit ihren Gedanken in der Kabine waren. Im Turbogang die rechte Bande hinunter an allen Verteidigern vorbei, legte er den Ball zielgenau auf Eberle ab, der nur noch zum 4:2 einschieben musste. Spätestens ab diesem Zeitpunkt bot sich den Zuschauern ein Hockeyspiel auf gutem Oberliganiveau und zudem ein Spiel was in Sachen Spannung nicht zu überbieten war. In der 45. Minute war es wieder Rüsselsheim, die wieder mal durch eine Strafecke zum 4:3 verkürzen konnten. In der Folgezeit war es vor allem auch der Marburger Keeper Büchler, der mit Wahnsinnsreflexen die Führung verteidigte. Von Minute zu Minute entwickelte sich nun ein Spiel was durch Kampf und einigen Fouls auf beiden Seiten geprägt war. In den letzten 3 Minuten führte ein solches Foul auf Marburger Seite wiederum zu einer Strafecke für den RRK und dazu noch zu einer Zeitstrafe, die für das Foul an sich in Ordnung ging. Mit Blick auf den Spielverlauf aber, wo es mehrerer solcher Fouls gab, die ungeahndet blieben, hätte man sich einen Tick mehr Fingerspitzengefühl seitens der Schiedsrichter im gesamten Spiel gewünscht. Die folgende Strafecke konnten die Gäste zum 4:4 nutzen. Die Marburger konnten die folgende Unterzahl in den letzten zwei Minuten unbeschadet überstehen, sodass es bei einem 4:4 Unentschieden blieb.

Mit Blick auf das Chancenplus auf Marburger Seite wäre mehr als 1 Punkt beim Saisonauftakt möglich gewesen, aber insgesamt können beide Mannschaften mit der Punkteteilung zufrieden sein. Nächste Woche geht es für die 1. Hockeyherren des VfL Marburg dann am Samstag um 18 Uhr nach Limburg, um weiterhin die ersten drei Punkte der Hallensaison einzufahren.

Es spielten:

Andreas Büchler – Ferdinand Gerl, Christopher Kalischer, Daniel Keil, Simon Morherr – Matthias Döring, Moritz Pilch, Maximilian Hinke, Oliver Mock, Jonathan Eberle

Autor: Simon Morherr

Mit einem Heimsieg und einer überzeugenden Leistung starten die 1.Damen gegen die zweite Garde des Rüsselsheimer RK in die neue Hallenrunde. Gegen den Regionalligaabsteiger hat die Truppe von Trainer-Duo Philipp Luthe und Adrian Kempas das Spiel fast die gesamte Zeit über im Griff und siegt am Ende verdient mit 6:3. 

Damen mit Ausrufezeichen zum Auftakt

Trotz einiger personeller Ausfälle konnte der heutige Head Coach Kempas gegen die Bundesligareserve des Ruderklubs eine schlagkräftige Mannschaft aufbieten, die vom Anpfiff weg die Kontrolle übernahm. Marburg schnürte die Gäste mit schnellem Kombinationsspiel tief in die eigene Hälfte ein und ging folgerichtig nach nicht einmal 3 Minuten durch Caroline Bonn in Front. Die Führung änderte nichts an der VfL-Dominanz, der RRK fand kaum zu Entlastung. Das energische Auftreten der VfL-Mädels belohnte Charlotte Bähr nach etwa 10 Minuten mit 2:0. Das Marburger Powerplay fand auch nach diesem Treffer Fortsetzung, immer wieder drang die Kempas-Sechs in den gegnerischen Kreis ein und sorgte für Gefahr. Rüsselsheim biss sich seinerseits an der griffigen VfL-Defensive überwiegend die Zähne aus und musste nach ca. 20 Minuten bereits den dritten Gegentreffer hinnehmen, als Ikumi Yamaguchi eine Ecke in die Maschen nagelte. Nach der Erhöhung schien Marburg dem stürmischen Auftakt etwas Tribut zollen zu müssen, zumindest kamen die Gäste nun besser ins Spiel. Während der VfL die eigenen Angriffe nicht mehr konsequent ausspielte, tauchten nun die Gäste immer häufiger gefährlich vor dem VfL-Gehäuse auf. Der Anschlusstreffer der Gäste war dementsprechend in dieser Phase nicht unverdient und sorgte für weitere Marburger Verunsicherung. Einen leichtsinnigen Ballverlust im Aufbau konnten die Gäste sodann zum 3:2-Anschluss nutzen. Die kalte Dusche schien allerdings wohltuende Wirkung auf die VfL-Mädels zu haben, was sich im 4:2 kurz vor der Halbzeit äußerte: Nachdem Bonn und Katharina Friedrich die Torfrau bereits angeknockt hatten, war es erneut Charlotte Bähr, die überlegt zum beruhigenden Zwei-Tore-Vorsprung einschob, mit dem es gleichzeitig in die Kabinen ging. Nach dem Pausentee entwickelte sich dann ein ausgeglichenes Spiel, in dem beide Defensivreihen wenig zuließen. Der nächste Treffer ließ daher etwa 10 Minuten auf sich warten und gehörte den Gästen. Beim Stand von 4:3 stand das Spiel auf der Kippe, Rüsselsheim witterte Morgenluft und drückte auf den Ausgleich. Nachdem der RRK mit einer zweifachen Strafecke seine aussichtsreichste Gelegenheit jedoch vergab, gelang es dem VfL das Spiel wieder zu beruhigen: Valerie Rhode zerschnitt mit einem Pass die gesamte RRK-Defensive, so dass Ikumi Yamaguchi lediglich die Torfrau aussteigen lassen musste und zum 5:3 einschieben konnte. Dies sollte die Vorentscheidung darstellen, kontrollierte der VfL das Geschehen in der Folge souverän und abgeklärt. Die Gäste kamen nur noch vereinzelt zu Kreisaktionen, während Marburg spätestens 5 Minuten vor Ende den Sack zumachte: Nachdem Kathi Friedrich alleine vor dem Tor gelegt wurde, versenkte Yamaguchi den folgerichtigen Siebenmeter zum 6:3-Endstand. Eine starke Leistung der VfL-Mädels zum Saisonstart, die Hoffnung auf mehr macht. Auch in den heißen Momenten des Spiels behielt die Luthe-Kempas-Truppe kühlen Kopf und bestach speziell in der ersten Halbzeit mit beeindruckender Konzentration und Entschlossenheit, weswegen der Sieg auf jeden Fall in Ordnung geht.
Autor: Simon Samstag

Mädchen A machen fette Beute

Mit prallem Punktekonto kehrten die Mädchen A vom Saisonauftakt aus Frankfurt zurück. In 4 Spielen überzeugen die Mädels mit guten Leistungen und heimsten verdiente 7 Punkte ein.
Im ersten Spiel warteten die Gastgeberinnen von Eintracht Frankfurt II. Speziell in der ersten Halbzeit erspielten sich die VfL-Mädels eine Reihe guter Torgelegenheiten, wurden aber lediglich durch Caro zum 1:0 erfolgreich. Im zweiten Durchgang machten die Hausherrinnen steigenden Druck auf das Gehäuse von Torfrau Malin und drehten die Partie mit zwei Treffern, ehe Juliane mit der Schlusssirene noch zum 2:2-Endstand treffen konnte. In der zweiten Partie gegen MTV Kronberg II agierten die Mädels dann cleverer und gingen schnell durch Juliane und Helen mit 2:0 in Front. Um die Halbzeit herum führte eine Marburger Kunstpause zum Anschlusstreffer für die Grünen, bevor Juliane mit dem 3:1 den Sack zumachte.
Auch im dritten Spiel gegen TEC Darmstadt gelang der frühe Führungstreffer durch Juliane. In einem intensiven Schlagabtausch erzielt der TEC zwar den Ausgleich und scheitert mehrmals an der starken Malin, ist aber letztlich gegen den Ecken-Donner von Helen machtlos, der zum 2:1-Endstand in den Giebel einschlägt. Im letzten Match des Tages wartete mit dem Höchster THC der wohl schwerste Gegner, dem sich die Mädels allerdings als mindestens ebenbürtig erwiesen. Leider leidet die Truppe durch einen durch einen nicht gegebenen Siebenmeter und einem irregulären Gegentor unter Fehlentscheidungen der Schiris. Allen Widrigkeiten zum Trotz spielte spätestens in Halbzeit 2 nur noch Marburg, das verdiente Tor blieb jedoch verwehrt. Kurz vor Schluss profitierte stattdessen der HTHC von der aufgelösten Defensive des VfL und erzielte den 0:2-Endstand.
Zwar zeigte sich an manchen Stellen noch Trainingsbedarf, dennoch fällt das Fazit des Wochenendes in Anbetracht der Tor- und Punktausbeute positiv aus.

Es spielten: Malin P. – Helen, Jil – Caro, Juliane, Marie, Noemi und Nela

Autor: Simon Samstag