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VfL-Veteranen

Am 02. Und 03. November waren die Fechter des VfL 1860 Marburg e.V. wieder quer durch die Bundesrepublik aktiv, um sich mit Degen und Florett zu duellieren.

Die beiden Florettfechter Julian und Jonathan Grebing reisten nach Nordhausen in Thüringen und nahmen am dortigen Roland Cup teil. In ihrem Wettbewerb der U11 erwischte Julian keinen guten Start in das Turnier und musste unnötig viele Gefechte in der Vorrunde abgeben. Sein Bruder Jonathan konnte eine bessere Tagesform abrufen und platzierte sich gewohnt im oberen Bereich für den anschließenden KO-Durchgang. Dort konnte Julian noch einmal aufdrehen und kämpfte sich bis ins Viertelfinale, in welchem sein besser gesetzter Gegner dann doch eine Nummer zu stark war. Somit musste er sich mit dem 6. Platz zufriedengeben. Jonathan schaffte dagegen sogar den Sprung ins Finale. In einem spannenden Gefecht musste er sich allerdings seinem Gegner aus Weimar geschlagen geben. Mit dem guten 2. Platz holte Jonathan die erste Silbermedaille des Wochenendes an die Lahn.

Christoph Mania und Luiz Locayef traten die Reise in den Norden nach Pinneberg in der Nähe von Hamburg an. Die beiden Florettfechter, die ebenfalls in der Altersklasse U11 antreten, fochten selbstsicher die Vor- und die Zwischenrunde. Christoph gelangen dabei ein paar mehr Siege, sodass sich dieser auf Platz 3 für den KO-Durchgang qualifizierte. Sein Vereinskamerad Luiz platzierte sich mit Rang 6 im Mittelfeld. Luiz musste sich dann leider bereits im Viertelfinale geschlagen geben und belegte am Ende Platz 5. Christoph wuchs in der Direktausscheidung über sich hinaus und fand sich daraufhin im Finale wieder. In diesem Unterlag er leider trotz guter Leistung seinem Gegner vom Walddörfer SV und holte damit die zweite Silbermedaille für Marburg.

Gleichzeitig vertraten Erich Heller und Harald Locher die Marburger Fechter bei den Offenen Westfälischen Veteranen Meisterschaften in Recklinghausen. Die beiden Fechter der Altersklasse 70+ beweisen, dass Fechten selbst im gehobenen Alter als Leistungs- und Wettkampfsport betrieben werden kann. Mit dem Degen fochten zunächst alle Altersgruppen gemeinsam und wurden dann nach den eigentlichen Altersklassen getrennt gewertet. Mit 3 Siegen in der Vorrunde konnte sich Erich auf Platz 4 für die Direktausscheidung qualifizieren. Harald kam mit einem Sieg weniger auf den 6. Platz für den Einzug in die KO-Phase. In spannenden Viertelfinalgefechten konnten sich beide Marburger durchsetzen und fanden sich im Halbfinale wieder. Dort mussten sie allerdings ihren Gegnern Tribut zollen. Somit teilten sich beide den 3. Platz in der Gesamtwertung. Nach Trennung der Altersklassen erhielten beide eine Silbermedaille in der Altersklasse 70+ und beschlossen somit ein weiteres erfolgreiches Wettkampfwochenende für die Fechter von der Lahn.

Das diesjährige Montbatton Schwimmfest des TSV Battenberg sah alle heimischen Vereine am Start. Mit über 747 Einzelmeldungen deutlich mehr Zuspruch als im letzten Jahr. Der VfL 1860 Marburg war mit 17 Teilnehmern am Start, die mit einer exzellenten Wettkampfstatistik von 64 Medaillen, 62 persönliche Bestmarken und but not least 6 neuen Vereinsrekorden die Heimfahrt antreten konnten. Höhepunkt war der Bahnrekord von Alexander Kunath über 200m Rücken. In einem richtig guten Rennen pulverisierte er mit 2:13,59 Min. seine alte aus dem Vorjahr stammende Marke. Gleichzeitig bedeutet diese Zeit einen neuen Vereinsrekord. Gut aufgelegt legte er dann über 50m Schmetterling (0:27,26), 50 und 100m Freistil (0:24,34/0:52,95) sowie 50m Rücken (0:28,73) und 100m Lagen (1:01,43) weitere Vereinsrekorde nach. Mit dem Sieg im 100m Freistilschwimmen wurde ihm der Ehrenpreis für die punktbeste Leistung.

In die 100m Lagen Finals der besten Sprinter zogen Anna Sophia Jennemann und Alexander Kunath ein. Anna Sophia Jennemann lieferte sich einen harten Kampf mit der ein Jahr älteren Dillenburgerin Sindlarova, die sich auf den letzten Metern durchsetzen konnte. Auch bei den Herren gab es einen Zweikampf. Alexander Kunath traf auf den Dillenburger Skalski, der mit Bahnrekord den Marburger knapp geschlagen auf Rang 2 verweisen konnte.

In der offenen 4x50m Freistil-Staffel machten der TSV Kirchhain und der VfL den Sieg unter sich aus. Beim letzten Wechsel nahmen die Kirchhainer schon einen deutlichen Vorsprung mit, den Schlussmann Alexander Kunath noch fast wettmachen konnte. Im Ziel lag der TSV mit 1:55,58 Min. knappe 3/100 vor den Marburgern Tobias Horn, Hanna Schmidt-Dege, Christopher und Alexander Kunath. In der 4x50m Lagenstaffel (Tobias Horn, Alisa Padva, Christopher und Alexander Kunath) drehte der VfL den Spieß und distanzierte man mit der Endzeit von 2:06,77 Min. den TSV Kirchain deutlich.

In den Jahrgangsentscheidungen gab es neben vielen Siegen auch einige neue persönliche Rekorde. In einer unglaublichen Form präsentieren konnte sich Anna Sophia Jennemann in der Wertung Jahrgang 2009. Gleich beim ersten Auftritt über 50m Freistil setzte sie mit 0:32,63 Min. ein dickes Ausrufezeichen. Den richtigen „Knaller“ legte sie dann im 200m Brustschwimmen hin. Im einem spannenden Kopf an Kopf Rennen mit Hanna Schmidt-Dege (2006) musste sie auf der letzten Bahn ihrer Vereinskameradin ziehen lassen, aber mit der ausgezeichneten Endzeit von 3:10,36 Min. blieb sie über 7 Sekunden unter der alten Rekordmarke und rangiert damit auf Rang zwei der deutschen Jahrgangsrangliste.  Weitere Goldmedaille fischte sie über 100m Freistil (1:13,62), 50m Brust (0:40,20) und 50m Schmetterling (0:36,68) ab.

Bei seinen fünf Siegen, alle in Bestzeit, ebenfalls einen sehr guten Eindruck hinterlassen konnte Christopher Kunath (Jg. 2006). Sein punktbestes Ergebnis erreichte er mit 457 DSV Punkten über 200m Freistil. Mit 2:08,98 Min.  schaffte er in der deutschen Rangliste den Sprung unter die Top-Ten. Hoch einzuschätzen sind auch die 0:26,97 Min. im 50m Freistilsprint und 1:08,65 Min. über 100m Schmetterling. Einen starken Auftritt legten auch Tobias Horn und Lennardt Langenbach mit jeweils 5 neuen Bestmarken hin. Sicherte sich Tobias Horn viermal Gold (50, 100 und 200m Brust sowie 100m Rücken) so stand Lennardt Langenbach über 50m Rücken und 100m Freistil ganz oben auf dem Podest. Mit Oliver Mania und Nikolay Miller waren in dieser Jahrgangswertung weitere VfLer am Start. Konnte „Olli“ Mania einen kompletten Medaillensatz in Empfang nehmen, so schwamm der stark verbessert auftretende Nikolay Miller knapp an den Medaillen vorbei.

Viel vorgenommen hatte sich Alisa Padva (Jg. 2004), die die die technischen Vorgaben von Trainer Peter Klotz bestens umsetzen konnte. Über 50 und 100m Schmetterling ging es mit Bestzeiten von 0:33,80 bzw. 1:19,83 Min. ebenso zum Sieg wie im 100m Lagenschwimmen.

Hanna Schmidt-Dege, Lucia Klös, Hannah Lambrecht, Lisbeth Biber, Ronja Schütt, Elias Hanstein, Arik Wilka, Jonas Burkard und Tjark setzten die Trainingsarbeit bestens um und konnten neben Bestzeiten auch die eine oder andere Medaille abfischen.

Am 19. Und 20. Oktober stand mit dem TFC-Jugend-Cup in Hanau das erste Qualifikationsturnier für die Hessische Rangliste der Florettfechter für die Altersgruppen U11, U13 und U15 auf dem Plan. Mit insgesamt 23 Starts an beiden Tagen stellte die Fechtabteilung des VfL Marburg e.V. unter Beweis, dass die derzeitige Jugendarbeit gut funktioniert.

Den Anfang machte der Wettbewerb Herrenflorett U13. Quentin Herwig und Joscha Kröpelin legten mit einer souveränen Vorrundenleistung vor. Ohne Niederlage sicherten sie sich die Platzierungen 1 und 2 für das folgende 64er KO. Ihr Vereinskameraden Matthis Burger und Philipp Rust fanden leider schwerer in den Turniermodus und mussten sich mit zwei Siegen und damit den Platzierungen 17 und 10 für den KO-Einzug begnügen. Mit Konzentration und Siegeswillen gelang allen vier Marburger Fechtern der Einzug ins Achtelfinale In einem vereinsinternen Duell musste sich Matthis leider Quentin geschlagen geben. Philipp Rust verlor an selber Stelle gegen den späteren Halbfinalisten Lucien Vesti aus Bad Kissingen. Joscha konnten seinen Gegner aus Oberhöchstadt bezwingen, musste aber im anschließenden Viertelfinale gegen Philipp Resch aus Tauberbischofsheim die Segel streichen. Quentin zeigte dagegen eine noch bessere Tagesform und focht sich bis ins Finale vor, in welchem er gegen den überlegenen Henrik Barby aus Moers verlor. Der zweite Platz ist dennoch eine überragende Leistung. Nach einem langen Turniertag, an welchem jeder einzelne Platz ausgefochten wurde, konnten sich Joscha, Matthis und Philipp am Ende die Platzierungen 6, 12 und 14 sichern.

Im Wettbewerb Damenflorett U13 ließ Merle Herwig in der Vorrunde nichts anbrennen und gewann souverän alle Gefechte. Ihr Schwester Finja Herwig legte ähnlich gut nach, musste nur leider eine Niederlage gegen Ariane Hartmann aus Moers hinnehmen. Vereinskameradin Fenja Kröpelin blieb in der Vorrunde unter ihren Möglichkeiten und platzierte sich mit zwei Siegen im Mittelfeld für den folgenden KO-Durchgang. Dort musste sich Fenja leider bereits im Achtelfinale Svenja Baas aus Hanau geschlagen geben. Am Ende konnte sie dennoch einen guten 9. Platzt erkämpfen. Die Herwig-Schwestern fanden sich nach tadelloser Leistung jeweils im Halbfinale wieder. Während Finja ihre Gegnerin aus Weinheim dominieren konnte, musste sich Merle Maja Kraft aus Weinheim geschlagen geben. Leider konnte Merle ihre Nerven für das anschließende Gefecht um Platz 3 nicht ausreichend beruhigen, sodass sie sich mit dem undankbaren, aber dennoch guten 4. Platz zufriedengeben musste. Ihre Schwester Finja konnte ihre Finalgegnerin in einem wahren Kraftakt bezwingen und sich die verdiente Goldmedaille sichern.

Bei den Damen der Altersgruppe U11 konnte Alexandra Wall in gewohnter Manier ohne Niederlage ebenfalls den Turniersieg und damit die Goldmedaille an die Lahn bringen.

Julian Grebing zeigte bei den Herren derselben Altersgruppe eine ebenso tadellose Vorrundenleistung, wohingegen Jonathan Grebing und Christoph Mania jeweils eine Niederlage hinnehmen mussten. Der noch turnierunerfahrenere Matthis Frenkler schaffte zwei Siege in der Vorrunde. Im KO-Durchgang musste sich Matthis leider bereits im 32er Tableau Morten Korell aus Darmstadt knapp geschlagen geben. Er belegte am Ende einen guten 23. Platz. Christoph und Jonathan wurden beide unerwartet früh im Achtelfinale gestoppt. Sie konnten sich anschließend die Platzierungen 11 und 9 erfechten. Julian kämpfte sich bis ins Halbfinale vor, in welchem er seinem Dauerrivalen und späterem Turniersieger Joscha Köthe aus Rüsselsheim erneut unterlag. Von dieser Niederlage nicht entmutigt konnte er das Gefecht um Platz 3 gegen seinen Kontrahenten Ege Karaören, ebenfalls aus Rüsselsheim, gewinnen und so die Bronzemedaille erringen.

 

Am zweiten Wettkampftag waren die Herren und Damen der Altersgruppe U15 an der Reihe. In der Vorrunde zeigte Daniel Ludwig die beste Leistung, indem er nur eine Niederlage hinnehmen musste. Vincent Stetzka und Ansgar Hahn legten mit jeweils drei Siegen nach. Quentin Herwig kam auf 2 Siege, während Fabian Seidel, Samuel Niczyporuk, Philipp Rust und Joscha Kröpelin sich jeweils mit nur einem Sieg begnügen mussten. Im folgenden 32er KO-Durchgang mussten sich Samuel und Philipp gegen ihre Vereinskameraden Daniel und Ansgar geschlagen geben. Für sie stand nach den weiteren Platzierungsgefechten die Plätze 26 und 22 im Fechtpass. Die übrigen Marburger Fechter konnten sich ebenso wie Ansgar und Daniel ins Achtelfinale vorfechten. In diesem musste Daniel in einem erneuten vereinsinternen Duell Joscha eliminieren, welcher am Ende Platz 13 belegte. Fabian und Vincent mussten im selben Durchgang ebenfalls die Segel streichen, erkämpften sich aber durch die weiteren Gefechte die Platzierungen 11 und 15. Quentin wuchs im Achtelfinale über sich hinaus und konnte den auf Platz 2 gesetzten Fechter Anselm Eich aus Weinheim mit einem gewaltigen Kraftakt bezwingen. Im Folgedurchgang war dann Vereinskamerad Daniel eine Nummer zu groß, sodass Quentin am Ende Platz 7 vorweisen konnte. Ansgar konnte sich dagegen bis ins Halbfinale vorkämpfen, in welchem er dem amtierenden Deutschen Meister und späteren Turniersieger Nils Hoffmann aus Dörnigheim unterlag. Dennoch konnte sich Ansgar gegen seinen Dauerrivalen der vergangenen Turniere, Thies Lorenz aus Hanau, die Bronzemedaille sichern. Daniel konnte Thies Lorenz im Halbfinale bezwingen, fand aber ebenfalls kein Mittel gegen seinen Finalgegner, freute sich aber sehr über die Silbermedaille.

Bei den Damen ging erneut das Dreiergespann aus Finja Herwig, Merle Herwig und Fenja Kröpelin an den Start. Man merkte bereits in der Vorrunde, dass die meisten Gegnerinnen ein bis drei Jahre älter waren und teilweise deutlich mehr Erfahrung mitbrachten als die Marburgerinnen. Dennoch konnte Merle mit einer hervorragenden Konzentrationsleistung eine fehlerloste Vorrunde absolvieren. Finja konnte immerhin 3 Siege vorweisen. Allein Fenja wollte in der Vorrunde noch nichts gelingen, sodass sie leider keinen Vorrundensieg erringen konnte. Im 32er KO zeigte Fenja dann doch noch ihre Klasse und schlug die drei Jahre ältere Thea Metz aus Hanau. Im Achtelfinale musste sie sich ihrer Vereinskameradin Merle geschlagen geben. In den Platzierungsgefechten erkämpfte sich Fenja einen guten 12. Platz. Das Viertelfinale war dann erneut ein Marburger Duell zwischen den beiden Schwestern Merle und Finja, welches Merle knapp für sich entscheiden konnte. Finja erkämpfte sich, von dem anstrengenden Geschwisterduell erschöpft Platz 7. Merle konnte im Halbfinale gegen die routiniertere Sophia Schnarr aus Hanau kein geeignetes Mittel finden und unterlag. Gegen Luna Blum, ebenfalls aus Hanau, musste sie im Gefecht um Platz 3 zwar ebenfalls eine Niederlage hinnehmen, dennoch kann Merle auf den 4. Platz in dem Wettbewerb mit den älteren und erfahreneren Mädchen durchaus stolz sein.

 

Auch die vierte Auflage des Udo-Schneider-Gedächtnis-Schwimmfestes in Stadtallendorf fand in diesem Jahr nicht die gewünschte Resonanz. Alles nicht nachvollziehbar, bietet das Stadtallendorfer Bad doch ideale Bedingungen. Auch Gastgeber TSV Stadtallendorf zeigte sich bestens vorbereitet, somit sehr gute Voraussetzungen. Bedingt durch die geringe Meldezahl wurde nur auf vier Bahnen geschwommen um den Aktiven etwas „Luft“ zu geben. Allerdings machte sich das bei dem einen oder anderen Aktiven mit einem strammen Wettkampfprogramm bemerkbar. Mit 9 Teilnehmern war der VfL 1860 Marburg am Start. Richtige gute Akzente mit vielen neuen Bestzeiten setzten konnten Lennardt Langenbach, Nora und Sophie Wagner sowie Mattis Kalmus.

Nach der krankheitsbedingten Absage von Anna Sophia Jennemann musste Nora Wagner in der Wertung 2009 die VfL-Farben allein vertreten. Mit fünf richtigen guten neuen Bestmarken und drei Siegen gelang ihr das richtig gut. Über 100m Freistil steigerte sich sie die Bestmarke um satte 5 Sek. auf 1:24,26 Min. Hier gab es für sie ebenso wie über 100m Rücken (1:36,09) die ersten Punkte nach der Rudolf-Tabelle.

In der Wertung Jahrgang 2007 starteten Vera Berberich und Elias Hanstein für den VfL. Lief es für Vera über 100m Freistil und 100m Brust mit Bestzeiten richtig rund, so baute Elias einige technische Fehler ein. Nichtdestotrotz reichte es über 100m Freistil und 200m Brust zum Sieg.

Mit Mattis Kalmus, Lennardt Langenbach und Nikolai Miller war der VfL in der Jahrgangswertung 2006 stark vertreten. Siege gab es durch Mattis Kalmus (200m Freistil 2:42,35 / 200m Brust 3:15,65), Lennardt Langenbach (100m Freistil 1:05,26 / 100m Rücken 1:20,28).  Dreimal Silber und drei Bestzeiten nahm Nikolay Miller mit nach Hause. Bei den Mädchen für den VfL am Start waren Hanna Schmidt-Dege und Lucia Klös. Mit einer Bestzeit über 50m Schmetterling startete Hanna Schmidt-Dege in den Wettkampf. Bei den Siegen über 100 und 200m Brust konnte sie allerdings nicht an die Zeiten vom letzten Wochenende anknüpfen. Zweimal Silber ging an Lucia Klös, die allerdings beim Start immer noch viel Zeit liegen lässt.

Im Jahrgang 2005 erwischte Sophie Wagner mit drei neuen Bestmarken einen Sahnetag. Gleich im ersten Rennen beim Sieg über 200m Rücken unterbot sie mit 2:57,25 Minuten ihre alte Bestmarke gleich um 9 Sekunden. Über 100m Freistil zeigte die Anzeigetafel mit der Endzeit von 1:11,11 Min. eine wirklich seltene „Schnapszahl“.  Stand über 50m Brust mit 0:42,17 Min. und Rang vier in der offenen Wertung noch eine weitere Bestzeit, so war im 50m Freistilsprint die Luft raus.

Zu Beginn der Herbstferien fuhren die Fechterinnen und Fechter der Altersklasse U13 der Fechtabteilung des VfL 1860 Marburg nach Bitterfeld-Wolfen. Am Samstag standen die Einzelwettbewerbe auf dem Programm. Den Beginn machten die beiden Jungs Quentin Herwig und Joscha Kröpelin. Joscha gelang eine exzellente Vorrunde mit nur einer knappen Niederlage gegen den späteren Zweitplatzierten, Quentin beendete die Vorrunde mit einer ausgeglichenen Bilanz. In der Zwischenrunde kämpfte Joscha mit seiner Konzentration, während es für Quentin deutlich besser lief. An 13 und 11 gesetzt, gingen beide in die Direktausscheidung. Im 32er KO setzte sich Quentin zunächst souverän gegen den Dresdner Dominik Bergmann durch, bevor im 16er KO der Moerser Henrik Baby noch eine Nummer zu groß war. Auch Joscha startete mit einem souveränen Sieg gegen den Moerser Alexander Jobst ins 32er KO, bevor er nach einem guten Gefecht gegen den starken Ole Peterson aus Altenberg ausschied. Im Endergebnis stand für Quentin Platz 10 und Platz 12 für Joscha zu Buche.
Bei den Mädchen vertraten Fenja Kröpelin, Finja Herwig und Merle Herwig den VFL Marburg. Auch hier wurde jeweils eine Vor- und Zwischenrunde gefochten. Fenja bleib an diesem Tag leider unter ihren Möglichkeiten und konnte sich nicht für den Direktausscheid qualifiziert. Am Ende wurde es ein 14. Platz für Sie. Nach einer souveränen Vorrunde mit blitzsauberer Weste erreichte Finja ebenso wie ihre Schwester Merle Herwig dagegen den Direktausscheid. In der Runde der letzten 8 Fechterinnen fand Finja leider noch kein Mittel gegen Lotte Kuchenbecker aus Schkeuditz und beendet das Turnier mit einer auf dem 5. Platz. Merle besiegte im Viertelfinale in einem spannenden und bis zum Ende offenen Gefecht Anik Kösling aus Angern knapp mit 10:8. Im darauffolgenden Halbfinale gelang ihr mit einer ebenso konzentrierten Leistung ein unerwarteter, aber verdienter Sieg gegen die an Nummer 1 gesetzte Ariane Hartmann aus Moers. Erst im Finale konnte Merle von der Berlinerin Joy Frigewski gestoppt werden. Dennoch ist der 2. Platz ein super Ergebnis!

Der Höhepunkt des Wochenendes war jedoch das sonntägliche Mannschaftsturnier um das Bitterfelder Schwert. Gefochten wurde in der Altersklasse U15. Spontan taten sich der VFL Marburg und der SV Angern sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen als Startgemeinschaft zusammen. Nur so war ein Start für die Jungs möglich. Die Jungs traten zu dritt mit ihrem Idol Otto Beckmann an und die Mädchen freuten sich, mit ihrer Freundin Anik Kösling gemeinsam an den Start gehen zu können. Bei den Jungs traten 10 Mannschaften in drei Vorrunden an. Otto, Joscha und Quentin gelang ein knapper Sieg (45:40) gegen Radebeul und ein deutlicher Sieg (45:22) gegen den FC Moers 2. An Platz drei gesetzt starteten Sie mit einem Freilos in das 16er KO. Im Viertelfinale trafen Sie erneut auf Radebeul. Diesmal ließen Sie von Anfang an nichts anbrennen und setzen sich mit 45:28 durch. Die Marburg/Angerner Siegesserie wurde erst im Halbfinale durch den FC Berlin Südwest gestoppt. Im abschließenden Gefecht um Platz drei fehlten gegen eine starke Moerser Mannschaft Kraft und Konzentration. Im Endergebnis haben die drei noch in der U13 startberechtigten Jungs mit dem 4. Platz ein beachtliches Ergebnis abgeliefert – und Spaß im Team hatten Sie auch!
Bei den Mädchen gingen mit Radebeul, Magdeburg, Moers und Marburg/Angern als jüngstes Team vier Mannschaften an den Start. Gefochten wurde zunächst in einer gemeinsamen Vorrunde jeder gegen jeden. Nach einem anfänglichen Sieg gegen Radebeul (45:32) standen die Mädchen dem starken Moerser Team gegenüber. Dies sollte das spannendste Gefecht des Tages werden. Merle übergab mit einer 5:3 Führung an ihre Schwester Finja, der in diesem Gefecht nichts gelingen wollte – 6:10 der Stand nach zwei Gefechten. Fenja musste gegen die stärkste Moerserin antreten. Auch hier gelangen keine weiteren Punkte – 6:15 der Stand nach drei Gefechten. Nun kam Merles große Stunde. Angefeuert von ihren Teamkameradinnen holte sie Punkt um Punkt auf und schaffte es mit einer erstaunlichen Energieleistung, das Gefecht zu drehen – 20:17 nach vier Gefechten. Anik baute die Führung aus (25:20), Finja hatte sich wieder gefangen und beendete mit 29:25 und übergab erneut an Anik, die die Führung auf 35:27 ausbaute. Jetzt war wieder Merle an der Reihe. Diesmal schlug die Stunde der Moerserin Ariane Hartmann, der es gelang, auf 37:36 zu verkürzen. Im finalen Gefecht behielt Finja die Nerven und beendete mit einem 45:43 gegen Linn Völker. Am Ende lagen sich beide Teams in den Armen, den Sieg hätten beide verdient gehabt. Schade, dass es kein unentschieden gibt. Noch im Glücksrausch ging es für die Mädchen direkt weiter gegen das Team aus Magdeburg, welches mit 45:22 besiegt wurde. Im Halbfinale gelang ein erneuter Sieg gegen die Magdeburger Mannschaft. Im Finale kam es dann zur erneuten Auflage Marburg/Angern gegen Moers. Wie in der Vorrunde erwischte Moers den besseren Start und brachte Marburg/Angern nach zwei Gefechten mit 8:10 in Rückstand. Im dritten Gefecht brachte Merle das Team mit 15:11 in Führung. Von diesem Zeitpunkt aus  ließen die vier Mädchen nichts mehr anbrennen und bauten ihre Führung kontinuierlich zum diesmal deutlicheren 45:30 Endstand aus. Der Lohn für diesen Sieg ist ein Wanderpokal in Form eines echten Schwertes, das im kommenden Jahr bei den Marburger Fechtern besichtigt werden kann.