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Was für ein Wochenende für den VfL 1860 Marburg bei den hessischen Jahrgangsmeisterschaften im Schwimmen. Für die Titelkämpfe im südhessischen Viernheim hatten sich Anna Sophia Jennemann, Christopher Kunath, Tobias Horn und Lennardt Langenbach qualifizieren können. Mit 8x Gold und 4x Silber war der VfL Marburg erfolgreich wie nie zuvor und rangiert damit im Landesranking auf Platz 7.

Den Vogel schoss dabei Anna Sophia Jennemann (Jg. 2009) mit 5x Gold in den Einzeldisziplinen und dem Sieg im Disziplinmehrkampf Delfin ab. Und dabei sah es Mitte der Woche überhaupt nicht gut aus. Nach dem Montagstraining meldete sich krank, eine Erkältung setzte sie matt. Somit rückte das große Ziel Landesmeisterschaft in weite Ferne, hier hatte sie sich in den letzten Wochen mit Topzeiten in die Favoritenrolle geschwommen. Dann am Freitag Entwarnung, dem Start stand nicht mehr im Wege. Gleich im Wettkampf über 200m Brust ging es zu Gold. Mit 1:28,38 Min. blieb sie zwar über der eigenen Bestmarke, ließ aber der Konkurrenz keine Chance. Ebenso deutlich dann der Sieg im 100m Lagenschwimmen, mit der Endzeit von 1:22,10 Min. lag sie knapp zwei Sekunden vor der Zweitplatzierten Fabienne Krol (Hofheim). Beim Sieg im 100m Delfinschwimmen blieben die Uhren bei 1:24,68 Min. stehen, Rang zwei ging mit 1:26,97 Min. an Lilly Leck aus Baunatal. Bereits beim letzten Test über 200m Lagen zeigte sich Anna Sophia stark verbessert. Der Trend setzte sich auch bei den Landesmeisterschaften fort. Mit 2:56,19 Min hatte die Konkurrenz keine Chance, eine weitere Goldmedaille ging an den VfL. Spannend wurde es dann bei der Entscheidung im 200m Brustschwimmen. Vom Start weg in Führung liegend rückte ihr die Darmstädterin Michalk mächtig auf den Pelz. Mit einem sehr guten Finish rettete sich die VfLerin mit 3:11,77 Min. ins Ziel. Mit den beiden Siegen in der Brustdisziplin sollte man davon ausgehen, dass der Disziplintitel damit unter Dach und Fach ist. Aber weitgefehlt, der Titel ging an Nele Michalk, die die 50m Brustbeine (die mit doppelter Punktzahl in die Wertung einfließen) für sich entscheiden konnte. Mit den Titel in der Wertung Delfin ging dann allerdings souverän an die junge Marburgerin.

„Das Rückenschwimmen war schon fast perfekt!“ so kommentierte Trainer Peter Klotz den Auftritt von Christopher Kunath. In der Wertung Jahrgang 2006 lieferte er über 100 und 200m Rücken eine absolute Glanzleistung ab und deklassierte hierbei die Konkurrenz mit den neuen persönlichen Rekorden von 1:03,52 bzw. 2:16,97 Min. deutlich. Mit diesen Zeiten rangiert er er in der Deutschen Jahrgangsbestenliste unter den Top-Ten. Auch hier schien der Titel in der Disziplin-Wertung eigentlich klar. Aber wie auch bereits auch bei Anna Sophia Jennemann reichte allerdings ein gelungener Auftritt von Simon Qin (Darmstadt) über 50m Beine zum Titel. Im 100m Lagenschwimmen kam es zu einem spannenden Zweikampf mit Valentin Groß (1. Sodener SC) um die Goldmedaille. Mit 1:06,27 Min. hatte der Südhesse die Nase vorne, Silber ging mit 1:06,77 Min. nach Marburg. Die gleiche Konstellation dann im 100m Freistilrennen. Hier mischte gar noch der Fulderaner Kelberer im Kampf um Gold mit. Von Beginn an setzte sich Groß an die Spitze und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. Den Kampf um Silber entschied Christopher Kunath mit einer unglaublichen Energieleistung auf den letzten 25 Metern. Mit der Endzeit von 0:57,91 Min. blieb er satte 1,8 Sekunden unter seiner alten Bestmarke. Bronze ging mit 0:58,25 Min. nach Fulda.

Mit überzeugenden Auftritten lief es für Tobias Horn und Lennardt Langenbach (beide Jg. 2006) richtig gut. Gleich der erste Auftritt von Tobias Horn über 100m Brust war überzeugend. Mit neuer Bestzeit von 1:18,03 Min. ging es auf Rang 5 und damit der Anschluss an die Spitze geschafft. Mit 2:52,51 Min. pulverisierte er seine alte Bestmarke auf der 200m Distanz um satte 5,30 Sekunden, auch hier konnte er mit Rank 7 den Abstand zur Spitze verkürzen. „Da gibt es noch jede Menge Potenzial für die Zukunft“ so Trainer Peter Klotz. In der Disziplinwertung kam er auf 988 Punkte und verpasste als Vierter knapp den Sprung auf das Podest. Im 100m Lagenschwimmen (1:11,66) gab es mit neuer Bestzeit eine weitere Top-Ten Platzierung. Dieses Ziel schaffte er trotz Bestzeit über 100m Delfin (1:14,17) nicht.

Dritter im Bund war Lennardt Langenbach, der die Norm über 100m Lagen, 100m Freistil und 100m Rücken geschafft hatte. Lief es über 100m Rücken nicht ganz nach Wunsch, so trumpfte er mit deutlichen neuen Bestzeiten über 100m Freistil (1:03,18) und 100m Lagen (1:16,31) auf und zeigte, dass nach vorne noch einiges machbar ist.

Am 16. und 17. November fanden nun zum 19. Mal die Marburger Stadtmeisterschaften im Fechten in der Sporthalle der Kaufmännischen Schulen statt. Mit 380 Teilnehmern aus 50 verschiedenen Vereinen und 6 Nationen ist die Veranstaltung eines der teilnehmerstärksten Fechtturniere Deutschlands. Gefochten wird mit Florett und Degen in nahezu allen Altersklassen von der U9 bis zu den über 70-jährigen Veteranen. Mit 18 Fechtbahnen, der zugehörigen Meldeelektronik und der Verwaltungstechnik musste erneut ein organisatorischer Kraftakt gelingen, der durch hervorragende und engagierte Mithilfe seitens der Mitglieder bewerkstelligt werden konnte. Mit 39 Teilnehmern war der Gastgeber, die Fechtabteilung des VfL 1860 Marburg e.V., der am stärksten vertretene Verein an diesem Wochenende. Mit sieben Medaillen und 13 weiteren Platzierungen unter den besten 8 konnten die Lokalmatadore gute Ergebnisse verbuchen. „Besonders der Turniersieg von Finja Herwig im Wettbewerb Damenflorett U13 freut uns sehr“, berichtet Abteilungsleiter und Hauptorganisator Fabian Sälzer. „Wir haben für die Durchführung und Gestaltung unseres Turniers erneut sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. Hervorzuheben ist dabei, dass wir beide Wettkampftage vor dem von uns im Vorfeld veranschlagten Zeitplan beenden konnten.“, so Sälzer über den Turnierablauf. Dass so viele Fechter aus verschiedenen Bundesländern und Nationen den Weg nach Marburg finden, spricht natürlich ebenfalls für sich. Weitere Podestplatzierungen konnten Julian Grebing mit 2 Silbermedaillen in den Wettbewerben Herrenflorett und –degen U11 und Harald Locher (Herrendegen Veteranen) ebenfalls mit der Silbermedaille erringen. Bronze konnten sich Philipp Rust (Herrenflorett U13), Merle Herwig (Damenflorett U13) und David Balzereit (Herrendegen Senioren) sichern. Somit war das Wochenende anstrengend für die Organisatoren, aber auch erneut ein voller Erfolg, der im nächsten Jahr sicher wiederholt wird, da das Turnier dann seinen 20. Geburtstag feiern wird. Zum Bericht

Maria Konrad mit Rekorden Sprintkönigin

Anna Sophia Jennemann, Maria Konrad, Tobias Horn und Christopher Kunath lieferten absolute Topleistungen ab und zeigten sich fit die Meisterschaften. Anhand der Rudolph-Punktetabelle (Tabelle zur altersgerechten Leistungsbewertung, die u.a. für eine Kaderzugehörigkeit herangezogen wird) erreichten Maria Konrad, Anna Sophia Jennemann und Christopher Kunath mit jeweils 15 bzw. 16 Punkten die Maximalzahl. Anna Sophia Jennemann (Jg. 2009) erreichte die Traummarke mit der neuen Bestzeit von 0:39,53 Min. beim Sieg im 50m Brustschwimmen, Christopher Kunath (Jg. 2006) lieferte dann mit 2:20,47 Min. über 200m Rücken ebenfalls in neuer Rekordmarke maximale Punkte. kompletter Bericht

VfL-Veteranen

Am 02. Und 03. November waren die Fechter des VfL 1860 Marburg e.V. wieder quer durch die Bundesrepublik aktiv, um sich mit Degen und Florett zu duellieren.

Die beiden Florettfechter Julian und Jonathan Grebing reisten nach Nordhausen in Thüringen und nahmen am dortigen Roland Cup teil. In ihrem Wettbewerb der U11 erwischte Julian keinen guten Start in das Turnier und musste unnötig viele Gefechte in der Vorrunde abgeben. Sein Bruder Jonathan konnte eine bessere Tagesform abrufen und platzierte sich gewohnt im oberen Bereich für den anschließenden KO-Durchgang. Dort konnte Julian noch einmal aufdrehen und kämpfte sich bis ins Viertelfinale, in welchem sein besser gesetzter Gegner dann doch eine Nummer zu stark war. Somit musste er sich mit dem 6. Platz zufriedengeben. Jonathan schaffte dagegen sogar den Sprung ins Finale. In einem spannenden Gefecht musste er sich allerdings seinem Gegner aus Weimar geschlagen geben. Mit dem guten 2. Platz holte Jonathan die erste Silbermedaille des Wochenendes an die Lahn.

Christoph Mania und Luiz Locayef traten die Reise in den Norden nach Pinneberg in der Nähe von Hamburg an. Die beiden Florettfechter, die ebenfalls in der Altersklasse U11 antreten, fochten selbstsicher die Vor- und die Zwischenrunde. Christoph gelangen dabei ein paar mehr Siege, sodass sich dieser auf Platz 3 für den KO-Durchgang qualifizierte. Sein Vereinskamerad Luiz platzierte sich mit Rang 6 im Mittelfeld. Luiz musste sich dann leider bereits im Viertelfinale geschlagen geben und belegte am Ende Platz 5. Christoph wuchs in der Direktausscheidung über sich hinaus und fand sich daraufhin im Finale wieder. In diesem Unterlag er leider trotz guter Leistung seinem Gegner vom Walddörfer SV und holte damit die zweite Silbermedaille für Marburg.

Gleichzeitig vertraten Erich Heller und Harald Locher die Marburger Fechter bei den Offenen Westfälischen Veteranen Meisterschaften in Recklinghausen. Die beiden Fechter der Altersklasse 70+ beweisen, dass Fechten selbst im gehobenen Alter als Leistungs- und Wettkampfsport betrieben werden kann. Mit dem Degen fochten zunächst alle Altersgruppen gemeinsam und wurden dann nach den eigentlichen Altersklassen getrennt gewertet. Mit 3 Siegen in der Vorrunde konnte sich Erich auf Platz 4 für die Direktausscheidung qualifizieren. Harald kam mit einem Sieg weniger auf den 6. Platz für den Einzug in die KO-Phase. In spannenden Viertelfinalgefechten konnten sich beide Marburger durchsetzen und fanden sich im Halbfinale wieder. Dort mussten sie allerdings ihren Gegnern Tribut zollen. Somit teilten sich beide den 3. Platz in der Gesamtwertung. Nach Trennung der Altersklassen erhielten beide eine Silbermedaille in der Altersklasse 70+ und beschlossen somit ein weiteres erfolgreiches Wettkampfwochenende für die Fechter von der Lahn.

Das diesjährige Montbatton Schwimmfest des TSV Battenberg sah alle heimischen Vereine am Start. Mit über 747 Einzelmeldungen deutlich mehr Zuspruch als im letzten Jahr. Der VfL 1860 Marburg war mit 17 Teilnehmern am Start, die mit einer exzellenten Wettkampfstatistik von 64 Medaillen, 62 persönliche Bestmarken und but not least 6 neuen Vereinsrekorden die Heimfahrt antreten konnten. Höhepunkt war der Bahnrekord von Alexander Kunath über 200m Rücken. In einem richtig guten Rennen pulverisierte er mit 2:13,59 Min. seine alte aus dem Vorjahr stammende Marke. Gleichzeitig bedeutet diese Zeit einen neuen Vereinsrekord. Gut aufgelegt legte er dann über 50m Schmetterling (0:27,26), 50 und 100m Freistil (0:24,34/0:52,95) sowie 50m Rücken (0:28,73) und 100m Lagen (1:01,43) weitere Vereinsrekorde nach. Mit dem Sieg im 100m Freistilschwimmen wurde ihm der Ehrenpreis für die punktbeste Leistung.

In die 100m Lagen Finals der besten Sprinter zogen Anna Sophia Jennemann und Alexander Kunath ein. Anna Sophia Jennemann lieferte sich einen harten Kampf mit der ein Jahr älteren Dillenburgerin Sindlarova, die sich auf den letzten Metern durchsetzen konnte. Auch bei den Herren gab es einen Zweikampf. Alexander Kunath traf auf den Dillenburger Skalski, der mit Bahnrekord den Marburger knapp geschlagen auf Rang 2 verweisen konnte.

In der offenen 4x50m Freistil-Staffel machten der TSV Kirchhain und der VfL den Sieg unter sich aus. Beim letzten Wechsel nahmen die Kirchhainer schon einen deutlichen Vorsprung mit, den Schlussmann Alexander Kunath noch fast wettmachen konnte. Im Ziel lag der TSV mit 1:55,58 Min. knappe 3/100 vor den Marburgern Tobias Horn, Hanna Schmidt-Dege, Christopher und Alexander Kunath. In der 4x50m Lagenstaffel (Tobias Horn, Alisa Padva, Christopher und Alexander Kunath) drehte der VfL den Spieß und distanzierte man mit der Endzeit von 2:06,77 Min. den TSV Kirchain deutlich.

In den Jahrgangsentscheidungen gab es neben vielen Siegen auch einige neue persönliche Rekorde. In einer unglaublichen Form präsentieren konnte sich Anna Sophia Jennemann in der Wertung Jahrgang 2009. Gleich beim ersten Auftritt über 50m Freistil setzte sie mit 0:32,63 Min. ein dickes Ausrufezeichen. Den richtigen „Knaller“ legte sie dann im 200m Brustschwimmen hin. Im einem spannenden Kopf an Kopf Rennen mit Hanna Schmidt-Dege (2006) musste sie auf der letzten Bahn ihrer Vereinskameradin ziehen lassen, aber mit der ausgezeichneten Endzeit von 3:10,36 Min. blieb sie über 7 Sekunden unter der alten Rekordmarke und rangiert damit auf Rang zwei der deutschen Jahrgangsrangliste.  Weitere Goldmedaille fischte sie über 100m Freistil (1:13,62), 50m Brust (0:40,20) und 50m Schmetterling (0:36,68) ab.

Bei seinen fünf Siegen, alle in Bestzeit, ebenfalls einen sehr guten Eindruck hinterlassen konnte Christopher Kunath (Jg. 2006). Sein punktbestes Ergebnis erreichte er mit 457 DSV Punkten über 200m Freistil. Mit 2:08,98 Min.  schaffte er in der deutschen Rangliste den Sprung unter die Top-Ten. Hoch einzuschätzen sind auch die 0:26,97 Min. im 50m Freistilsprint und 1:08,65 Min. über 100m Schmetterling. Einen starken Auftritt legten auch Tobias Horn und Lennardt Langenbach mit jeweils 5 neuen Bestmarken hin. Sicherte sich Tobias Horn viermal Gold (50, 100 und 200m Brust sowie 100m Rücken) so stand Lennardt Langenbach über 50m Rücken und 100m Freistil ganz oben auf dem Podest. Mit Oliver Mania und Nikolay Miller waren in dieser Jahrgangswertung weitere VfLer am Start. Konnte „Olli“ Mania einen kompletten Medaillensatz in Empfang nehmen, so schwamm der stark verbessert auftretende Nikolay Miller knapp an den Medaillen vorbei.

Viel vorgenommen hatte sich Alisa Padva (Jg. 2004), die die die technischen Vorgaben von Trainer Peter Klotz bestens umsetzen konnte. Über 50 und 100m Schmetterling ging es mit Bestzeiten von 0:33,80 bzw. 1:19,83 Min. ebenso zum Sieg wie im 100m Lagenschwimmen.

Hanna Schmidt-Dege, Lucia Klös, Hannah Lambrecht, Lisbeth Biber, Ronja Schütt, Elias Hanstein, Arik Wilka, Jonas Burkard und Tjark setzten die Trainingsarbeit bestens um und konnten neben Bestzeiten auch die eine oder andere Medaille abfischen.