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Am 01. Und 02. Februar fand die Neuauflage des Lahn Cups in den Sporthallen der Kaufmännischen Schulen in Marburg statt. Wie im vergangenen Jahr war dieses Turnier teil der Youngster Cup Turnierserie, die sich zum Ziel gesetzt hat, die jungen Florettfechter der Altersgruppen U11, U13 und U15 zusammenzuführen. Bisher ist dieses Konzept vorrangig in Ostdeutschland etabliert, sodass das Turnier in Marburg und damit der ungefähr der Mitte Deutschlands die Vision hat, Fechter aus Ost und West gemeinsam antreten zu lassen, was sonst meist nur auf Deutschen Meisterschaften funktioniert.

Mit über 200 Anmeldungen im Vorfeld war die Erwartung der Gastgeber deutlich übertroffen worden. „Normalerweise dauert es länger bis sich ein neues Turnier etabliert und solche Meldezahlen vorweisen kann, besonders wenn es nur drei Altersklassen in nur einer Waffe beinhaltet.“, berichtet Fabian Sälzer, Abteilungsleiter der Fechtabteilung des VfL 1860 Marburg e.V. und Mitorganisator vor Ort. Die hohe Akzeptanz bedeutet allerdings, dass das Marburger Konzept voll aufgeht und sich Gefechte auf hohem Niveau entwickeln.

Zusätzliches Wind in die Segel bekommt das Turnier durch die Wertung als Ranglistenturnier für die Hessische Rangliste U13 und U15, womit die Fechter Punkte für ihre Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften sammeln können.

Die Gastgeber brauchten sich bei den hochklassigen Gefechten und Athleten mit insgesamt fünf Medaillen nicht zu verstecken. Besonders hell strahlte an diesem Wochenende erneut Finja Herwig, die sich den Turniersieg im Damenflorett U13 und gleichzeitig die Silbermedaille in der höheren Altersklasse der U15 sichern konnte. Der zweite Turniersieg für Marburg ging an Alexandra Wall (Damenflorett U11). An das Geschwisterpaar Julian und Jonathan Grebing gingen erneut eine Silber- und eine Bronzemedaille im Wettbewerb Herrenflorett U11.

Neben den Routiniers traten mit Jan Busse (Herrenflorett U13), Victoria Behlen und Clara-Maria Wick (beide Damenflorett U11) auch drei Newcomer für die Gastgeber an, die am Wochenende zuvor erst ihre Turnierreifeprüfung abgelegt hatten und somit die Berechtigung erwerben konnten, an offiziellen Turniere teilzunehmen. Für sie stand vor allem Erfahrung sammeln auf dem Plan, was mit dem ein oder anderen Treffer und sogar Sieg in der Vorrunde auch aufging.

Die übrigen 18 Platzierungen der angetretenen Marburger Fechter streuen ein wenig stärker von Viertelfinalteilnahmen bis vorzeitiges Aus in der ersten K.O.-Runde, aber alle Athleten haben sich gegen die zahlreiche und starke Konkurrenz gut geschlagen.

Alle Ergebnisse in der Übersicht:

Damenflorett U13: Finja Herwig 1, Merle Herwig 5, Fenja Kröpelin 11, Amelie Barkholz 13.

Herrenflorett U13: Quentin Herwig 9, Joscha Kröpelin 14, Philipp Rust 20, Matthis Burger 24, Jan Busse 40.

Damenflorett U11: Alexandra Wall 1, Victoria Behlen 17, Clara-Maria Wick 21.

Herrenflorett U15: Daniel Ludwig 11, Quentin Herwig 12, Joscha Kröpelin 15, Ansgar Hahn 27 Philipp Rust 32, Matthis Burger 36.

Damenflorett U15: Finja Herwig 2, Merle Herwig 18, Fenja Kröpelin 22, Amelie Barkholz 27.

Herrenflorett U11: Julian Grebing 2, Jonathan Grebing 3, Christoph Mania 8, Luiz Locayef 10.

Am 25. und 26. Januar fand in Friesenheim das Turnier der Mini-Eulen statt. Mit von der Partie waren auch wieder Vertreter der Fechtabteilung des VfL 1860 Marburg. Den Start durften erneut Julian und Jonathan Grebing übernehmen, die sich wie vergangene Woche in Recklinghausen auch in Friesenheim mit dem Degen versuchten. Doch diesmal zeigte sich die Konkurrenz stärker und routinierter, sodass die beiden Florettspezialisten sich mit den Plätzen 5 und 10 zufriedengeben mussten. Was für die ungewohnte Herangehensweise im Degenfechten immer noch eine gute Leistung darstellt.

Am folgenden Tag durften die Mädchen den Vortritt erhalten. Medaillengarantin Alexandra Wall war nach einer Pause wieder auf der Wettkampflandschaft angekommen und holte sich wie gewohnt sicher den Turniersieg im Wettbewerb Damenflorett U11.

Im Herrenflorett U11 traten neben den Gebrüdern Grebing deren Vereinskameraden Luiz Locayef und Matthis Frenkler an. Alle konnten sich ins Viertelfinale vorkämpfen. Für Luiz und Matthis war an dieser Stelle leider bereits Endstation, sodass sie gute Plätze 5 und 8 belegten. Julian und Jonathan nahmen die Chance eines Marburger Finalgefechts dankend an. Dieses konnte Julian am Ende für sich entscheiden, womit er sich die Goldmedaille verdienen konnte. Jonathan freute sich dennoch über die gute Leistung und seine gewonnene Silbermedaille.

Somit konnten erneut drei Medaillen an die Lahn geholt werden und die gute Form der Marburger Nachwuchsfechter bestätigt werden.

 

am 18. und 19. Januar trat eine kleine Delegation der Fechtabteilung des VfL 1860 Marburg e.V. die Reise nach Recklinghausen an. Das dortige Fechtturnier mit dem winterlich angehauchten Namen „Recklinghäuser Schneeballschlacht“ konnte zwar diesmal keinen Schnee, aber dafür spannende Gefechte aufweisen, welche die Marburger Fechter als Jahresauftakt zu nutzen wussten.

Den Anfang machten die Florettdamen der Altersklasse U13. Die beiden Schwestern Finja und Merle Herwig gingen gewohnt sicher und routiniert in der Vorrunde ans Werk und ungeschlagen aus dieser auch wieder hervor. Fenja Kröpelin und Amelie Barkholz kamen nach der Winterpause schwerer in die Gänge, konnten aber auch noch drei und zwei Siege verbuchen. Amelie konnte sich in der 32er Direktausscheidung sicher gegen ihre Gegnerin aus Siegen durchsetzen. Im 16er Tableau zeigte sich die spätere Halbfinalistin Leyla Lüders aus Münster als zu stark, wodurch sich Amelie auf Rang 15 platzieren konnte. Fenja kämpfte sich sogar noch eine Runde weiter, indem sie ihre Gegnerinnen aus Burgsteinfurt und Siegen souverän hinter sich ließ. Im Viertelfinale war dann gegen Mia Böcking aus Siegen Schluss, womit Fenja einen guten 8. Platz belegte. Finja und Merle kämpften sich zunächst bis ins Halbfinale vor. Glücklicherweise mussten sie dort nicht gegeneinander antreten, sodass die Chance auf ein Marburger Finale gewahrt wurde. Gleichzeitig konnten die Niederlagen der anderen Marburger Fechterinnen auf die Weise gerächt werden. Merle wies Mia Böcking aus Siegen, die zuvor Fenja eliminiert hatte, souverän mit 10:2 in ihre Schranken, wohingegen Finja Amelie-Bezwingerin Leyla Lüders aus Münster mit 10:0 geradezu deklassierte. Das anschließende interne Finale entschied Merle mit 10:7 für sich und beide freuten sich über die ersten Medaillen in diesem Jahr.

Als nächstes waren die Florettherren der U13 an der Reihe. Quentin Herwig und Philipp Rust setzten die gute Marburger Leistung mit nur einer Vorrundenniederlage fort. Joscha Kröpelin zeigte einen etwas schwächeren Start und platzierte sich mit einer ausgeglichenen Statistik im Mittelfeld für die folgende Direktausscheidung, in der sich alle direkt unter den besten 16 wiederfanden. An dieser Stelle musste sich Joscha leider dem späteren Halbfinalisten Alexander Jobst aus Moers geschlagen geben und belegte Platz 10. Philipp gewann zunächst sicher gegen seinen Gegner aus Münster, musste dann aber dem späteren Silbermedaillengewinner Daniel Petri aus Burgsteinfurt Tribut zollen und belegte somit Platz 7. Quentin ließ weiter nichts anbrennen und kämpfte sich bis ins Finale, in welchem er Daniel Petri mit 10:8 auf den zweiten Platz verwies und die nächste Medaille für die Marburger gewinnen konnte.

Den ersten Wettkampftag komplettierten die beiden Brüder Julian und Jonatha Grebing, die in der Altersklasse U11 zunächst mit dem Degen antraten. Die beiden Florettspezialisten bewegten sich damit auf unbekannterem Terrain. Während Jonathan einige Startschwierigkeiten hatte und nur ein Gefecht in der Vorrunde gewinnen konnte, zeigte Julian auch mit dem Degen seine Klasse und gewann alle Gefechte bis auf eines. Davon angespornt, fochten sich beide ins Halbfinale. Jonathan unterlag dort dem späteren Turniersieger Tristan Hofsommer aus Hagen und gewann so eine verdiente Bronzemedaille. Julian gewann dagegen souverän gegen seinen Halbfinalgegner aus Hamm. Gegen den Degenspezialisten aus Hagen konnte Julian leider ebenfalls nichts ausrichten, freute sich aber über die gewonnene Silbermedaille.

Den Beginn des zweiten Wettkampftages traten erneut die beiden Schwestern Merle und FInja Herwig an, diesmal in der Altersklasse U15 mit dem Florett, an. Bei den älteren riss Merles Siegesserie, sodass sie in der Vorrunde ein Gefecht verloren geben musste. Finja zeigte sich dagegen ebenso souverän wie am Vortag und gewann so alle ihre Vorrundengefechte. In der folgenden Direktausscheidung kämpften sich beide bis ins Halbfinale, in welchem sie diesmal leider aufeinandertrafen. Das interne Duell entschied diesmal Finja mit 15:10 für sich, womit sie gegen Ariane Hartmann aus Moers um die Goldmedaille kämpfen durfte. Diese zweite Chance nahm Finja beflügelt durch ihren vorherigen Halbfinalsieg wahr und siegte sicher 15:7. Mit einer weiteren Bronze- und einer Goldmedaille bleiben die beiden Schwestern auch im neuen Jahr Medaillengaranten.

Ihr Bruder Quentin trat ebenfalls in der Altersklasse U15 an, nur eben bei den Herren. Gewohnt angriffslustig musste er in der Vorrunde nur zwei Niederlagen hinnehmen. Auf Platz 5 für die Direktausscheidung gesetzt, konnte er zunächst von einem Freilos profitieren und bezwang im 16er Tableau seinen Gegner aus Münster mit 15:8. Der spätere Turniersieger Henrik Barby aus Moers war im Viertelfinale leider eine Nummer zu groß, sodass Quentin einen guten 5. Platz verteidigen konnte.

Den Abschluss bildeten erneut Julian und Jonathan Grebing, die diesmal in der U11 mit dem Florett an den Start gingen. Mit der gewohnten Waffe und der dort gewonnenen Sicherheit konnten beide alle ihre Vorrundengefechte gewinnen und zogen mit den Platzierungen 3 und 1 in die Direktausscheidung ein. Beide konnten sich erneut sicher ins Halbfinale vorkämpfen. Dort musste sich Jonathan seinem Gegner Niklas Pagenkopf aus Moers geschlagen geben und gewann somit erneut eine Bronzemedaille. Julian konnte gegen Meo Schmitz aus Quernheim mit 10:7 die Oberhand gewinnen und hatte nun ebenfalls eine zweite Chance nach Gold zu greifen. Auch er nahm diese Chance dankend an und verwies seinen Gegner aus Moers souverän mit 9:1 auf den zweiten Platz.

Die guten Leistungen der Marburger Fechter, gekrönt mit 7 Medaillen, zeigen einen guten Start ins neue Jahr und lassen auf ein ebenso erfolgreiches Jahr hoffen.

am 15. Dezember traten zum Jahresende noch vier Marburger Florettfechter die Reise nach Duisburg an, um am dortigen Nikolaus-Turnier teilzunehmen.

Der Turniermodus sah in jedem Wettbewerb eine Vor- und Zwischenrunde vor, in der Jungen und Mädchen der jeweiligen Altersklassen zusammen fechten durften. Für die Direktausscheidung wurde dann regelkonform nach Geschlechtern getrennt.

Den Anfang machte Finja Herwig im Wettbewerb Damenflorett U15. Gewohnt selbstsicher nahm sie die Herausforderung, auch gegen die Jungen antreten zu dürfen, an und musste in den beiden Runden nur insgesamt drei Niederlagen hinnehmen. In die getrennte Direktausscheidung konnte sie somit an Platz 1 gesetzt einziehen. Das erste knappere Gefecht dieses Durchgangs wartete im Halbfinale, in welchem Finja ihre Gegnerin aus Kleve 10:8 bezwingen konnte. Im Finale musste sie sich allerdings Reimut Ridder vom befreundeten Verein aus Düren ebenso knapp geschlagen geben. Somit setzte sie mit der Silbermedaille einen guten Einstand in den Turniertag.

Es folgten die ebenso turnierbegeistern Brüder Jonathan und Julian Grebing im Wettbewerb Herrenflorett U11. Beide ließen in den Rundendurchgängen nichts anbrennen und gewannen alle Gefechte. Dadurch an Platz 1 und 2 gesetzt, sahen sich die beiden nach ebenso konsequenten K.O.-Gefechten jeweils im Halbfinale wieder. Während Julian seinen Gegner aus Moers bezwingen konnte, musste sich Jonathan an selber Stelle Niklas Pagenkopf, ebenfalls aus Moers geschlagen geben. Dieser konnte im anschließenden Finale gegen Julian nichts ausrichten, wodurch sich Julian souverän den Turniersieg und damit die dritte Medaille für die Marburger Delegation sicherte.

Zum Abschluss des Tages standen noch die Wettbewerbe der U13 an, in welchen neben Finja Herwig auch ihr Bruder Quentin an den Start gingen. Beide zeigten auch hier ihre Klasse und verloren nur jeweils ein Gefecht in Vor- und Zwischenrunde. An Platz 6 gesetzt zog Quentin in die Direktausscheidung ein und konnte sich souverän bis ins Halbfinale vorkämpfen. Dort unterlag er jedoch seinem Gegner aus den Niederlanden und errang die zweite Bronzemedaille des Tages.

Seine Schwester Finja fand sich nach der guten Rundenleistung erneut auf Platz 1 der Setzliste für die Direktausscheidung wieder. Beflügelt durch ihre Silbermedaille in der älteren Altersklasse zuvor, ließ sie ihren Gegnerinnen keine Chance, sodass diese maximal 2 Treffer gegen die Marburgerin setzen konnten. Nach diesem Durchmarsch konnte Finja zurecht stolz auf ihren Turniersieg und die Goldmedaille sein.

Mit 100% Medaillenausbeute zeigten die Marburger Florettspezialisten einen überragenden Jahresabschluss und gehen entspannt in die Weihnachtspause.

Am 16. und 17. November fanden nun zum 19. Mal die Marburger Stadtmeisterschaften im Fechten in der Sporthalle der Kaufmännischen Schulen statt. Mit 380 Teilnehmern aus 50 verschiedenen Vereinen und 6 Nationen ist die Veranstaltung eines der teilnehmerstärksten Fechtturniere Deutschlands. Gefochten wird mit Florett und Degen in nahezu allen Altersklassen von der U9 bis zu den über 70-jährigen Veteranen. Mit 18 Fechtbahnen, der zugehörigen Meldeelektronik und der Verwaltungstechnik musste erneut ein organisatorischer Kraftakt gelingen, der durch hervorragende und engagierte Mithilfe seitens der Mitglieder bewerkstelligt werden konnte. Mit 39 Teilnehmern war der Gastgeber, die Fechtabteilung des VfL 1860 Marburg e.V., der am stärksten vertretene Verein an diesem Wochenende. Mit sieben Medaillen und 13 weiteren Platzierungen unter den besten 8 konnten die Lokalmatadore gute Ergebnisse verbuchen. „Besonders der Turniersieg von Finja Herwig im Wettbewerb Damenflorett U13 freut uns sehr“, berichtet Abteilungsleiter und Hauptorganisator Fabian Sälzer. „Wir haben für die Durchführung und Gestaltung unseres Turniers erneut sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. Hervorzuheben ist dabei, dass wir beide Wettkampftage vor dem von uns im Vorfeld veranschlagten Zeitplan beenden konnten.“, so Sälzer über den Turnierablauf. Dass so viele Fechter aus verschiedenen Bundesländern und Nationen den Weg nach Marburg finden, spricht natürlich ebenfalls für sich. Weitere Podestplatzierungen konnten Julian Grebing mit 2 Silbermedaillen in den Wettbewerben Herrenflorett und –degen U11 und Harald Locher (Herrendegen Veteranen) ebenfalls mit der Silbermedaille erringen. Bronze konnten sich Philipp Rust (Herrenflorett U13), Merle Herwig (Damenflorett U13) und David Balzereit (Herrendegen Senioren) sichern. Somit war das Wochenende anstrengend für die Organisatoren, aber auch erneut ein voller Erfolg, der im nächsten Jahr sicher wiederholt wird, da das Turnier dann seinen 20. Geburtstag feiern wird. Zum Bericht