Tag Archives: Fechten

Home / Fechten
7 Posts

Am 16. und 17. November fanden nun zum 19. Mal die Marburger Stadtmeisterschaften im Fechten in der Sporthalle der Kaufmännischen Schulen statt. Mit 380 Teilnehmern aus 50 verschiedenen Vereinen und 6 Nationen ist die Veranstaltung eines der teilnehmerstärksten Fechtturniere Deutschlands. Gefochten wird mit Florett und Degen in nahezu allen Altersklassen von der U9 bis zu den über 70-jährigen Veteranen. Mit 18 Fechtbahnen, der zugehörigen Meldeelektronik und der Verwaltungstechnik musste erneut ein organisatorischer Kraftakt gelingen, der durch hervorragende und engagierte Mithilfe seitens der Mitglieder bewerkstelligt werden konnte. Mit 39 Teilnehmern war der Gastgeber, die Fechtabteilung des VfL 1860 Marburg e.V., der am stärksten vertretene Verein an diesem Wochenende. Mit sieben Medaillen und 13 weiteren Platzierungen unter den besten 8 konnten die Lokalmatadore gute Ergebnisse verbuchen. „Besonders der Turniersieg von Finja Herwig im Wettbewerb Damenflorett U13 freut uns sehr“, berichtet Abteilungsleiter und Hauptorganisator Fabian Sälzer. „Wir haben für die Durchführung und Gestaltung unseres Turniers erneut sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. Hervorzuheben ist dabei, dass wir beide Wettkampftage vor dem von uns im Vorfeld veranschlagten Zeitplan beenden konnten.“, so Sälzer über den Turnierablauf. Dass so viele Fechter aus verschiedenen Bundesländern und Nationen den Weg nach Marburg finden, spricht natürlich ebenfalls für sich. Weitere Podestplatzierungen konnten Julian Grebing mit 2 Silbermedaillen in den Wettbewerben Herrenflorett und –degen U11 und Harald Locher (Herrendegen Veteranen) ebenfalls mit der Silbermedaille erringen. Bronze konnten sich Philipp Rust (Herrenflorett U13), Merle Herwig (Damenflorett U13) und David Balzereit (Herrendegen Senioren) sichern. Somit war das Wochenende anstrengend für die Organisatoren, aber auch erneut ein voller Erfolg, der im nächsten Jahr sicher wiederholt wird, da das Turnier dann seinen 20. Geburtstag feiern wird. Zum Bericht

VfL-Veteranen

Am 02. Und 03. November waren die Fechter des VfL 1860 Marburg e.V. wieder quer durch die Bundesrepublik aktiv, um sich mit Degen und Florett zu duellieren.

Die beiden Florettfechter Julian und Jonathan Grebing reisten nach Nordhausen in Thüringen und nahmen am dortigen Roland Cup teil. In ihrem Wettbewerb der U11 erwischte Julian keinen guten Start in das Turnier und musste unnötig viele Gefechte in der Vorrunde abgeben. Sein Bruder Jonathan konnte eine bessere Tagesform abrufen und platzierte sich gewohnt im oberen Bereich für den anschließenden KO-Durchgang. Dort konnte Julian noch einmal aufdrehen und kämpfte sich bis ins Viertelfinale, in welchem sein besser gesetzter Gegner dann doch eine Nummer zu stark war. Somit musste er sich mit dem 6. Platz zufriedengeben. Jonathan schaffte dagegen sogar den Sprung ins Finale. In einem spannenden Gefecht musste er sich allerdings seinem Gegner aus Weimar geschlagen geben. Mit dem guten 2. Platz holte Jonathan die erste Silbermedaille des Wochenendes an die Lahn.

Christoph Mania und Luiz Locayef traten die Reise in den Norden nach Pinneberg in der Nähe von Hamburg an. Die beiden Florettfechter, die ebenfalls in der Altersklasse U11 antreten, fochten selbstsicher die Vor- und die Zwischenrunde. Christoph gelangen dabei ein paar mehr Siege, sodass sich dieser auf Platz 3 für den KO-Durchgang qualifizierte. Sein Vereinskamerad Luiz platzierte sich mit Rang 6 im Mittelfeld. Luiz musste sich dann leider bereits im Viertelfinale geschlagen geben und belegte am Ende Platz 5. Christoph wuchs in der Direktausscheidung über sich hinaus und fand sich daraufhin im Finale wieder. In diesem Unterlag er leider trotz guter Leistung seinem Gegner vom Walddörfer SV und holte damit die zweite Silbermedaille für Marburg.

Gleichzeitig vertraten Erich Heller und Harald Locher die Marburger Fechter bei den Offenen Westfälischen Veteranen Meisterschaften in Recklinghausen. Die beiden Fechter der Altersklasse 70+ beweisen, dass Fechten selbst im gehobenen Alter als Leistungs- und Wettkampfsport betrieben werden kann. Mit dem Degen fochten zunächst alle Altersgruppen gemeinsam und wurden dann nach den eigentlichen Altersklassen getrennt gewertet. Mit 3 Siegen in der Vorrunde konnte sich Erich auf Platz 4 für die Direktausscheidung qualifizieren. Harald kam mit einem Sieg weniger auf den 6. Platz für den Einzug in die KO-Phase. In spannenden Viertelfinalgefechten konnten sich beide Marburger durchsetzen und fanden sich im Halbfinale wieder. Dort mussten sie allerdings ihren Gegnern Tribut zollen. Somit teilten sich beide den 3. Platz in der Gesamtwertung. Nach Trennung der Altersklassen erhielten beide eine Silbermedaille in der Altersklasse 70+ und beschlossen somit ein weiteres erfolgreiches Wettkampfwochenende für die Fechter von der Lahn.

Am 19. Und 20. Oktober stand mit dem TFC-Jugend-Cup in Hanau das erste Qualifikationsturnier für die Hessische Rangliste der Florettfechter für die Altersgruppen U11, U13 und U15 auf dem Plan. Mit insgesamt 23 Starts an beiden Tagen stellte die Fechtabteilung des VfL Marburg e.V. unter Beweis, dass die derzeitige Jugendarbeit gut funktioniert.

Den Anfang machte der Wettbewerb Herrenflorett U13. Quentin Herwig und Joscha Kröpelin legten mit einer souveränen Vorrundenleistung vor. Ohne Niederlage sicherten sie sich die Platzierungen 1 und 2 für das folgende 64er KO. Ihr Vereinskameraden Matthis Burger und Philipp Rust fanden leider schwerer in den Turniermodus und mussten sich mit zwei Siegen und damit den Platzierungen 17 und 10 für den KO-Einzug begnügen. Mit Konzentration und Siegeswillen gelang allen vier Marburger Fechtern der Einzug ins Achtelfinale In einem vereinsinternen Duell musste sich Matthis leider Quentin geschlagen geben. Philipp Rust verlor an selber Stelle gegen den späteren Halbfinalisten Lucien Vesti aus Bad Kissingen. Joscha konnten seinen Gegner aus Oberhöchstadt bezwingen, musste aber im anschließenden Viertelfinale gegen Philipp Resch aus Tauberbischofsheim die Segel streichen. Quentin zeigte dagegen eine noch bessere Tagesform und focht sich bis ins Finale vor, in welchem er gegen den überlegenen Henrik Barby aus Moers verlor. Der zweite Platz ist dennoch eine überragende Leistung. Nach einem langen Turniertag, an welchem jeder einzelne Platz ausgefochten wurde, konnten sich Joscha, Matthis und Philipp am Ende die Platzierungen 6, 12 und 14 sichern.

Im Wettbewerb Damenflorett U13 ließ Merle Herwig in der Vorrunde nichts anbrennen und gewann souverän alle Gefechte. Ihr Schwester Finja Herwig legte ähnlich gut nach, musste nur leider eine Niederlage gegen Ariane Hartmann aus Moers hinnehmen. Vereinskameradin Fenja Kröpelin blieb in der Vorrunde unter ihren Möglichkeiten und platzierte sich mit zwei Siegen im Mittelfeld für den folgenden KO-Durchgang. Dort musste sich Fenja leider bereits im Achtelfinale Svenja Baas aus Hanau geschlagen geben. Am Ende konnte sie dennoch einen guten 9. Platzt erkämpfen. Die Herwig-Schwestern fanden sich nach tadelloser Leistung jeweils im Halbfinale wieder. Während Finja ihre Gegnerin aus Weinheim dominieren konnte, musste sich Merle Maja Kraft aus Weinheim geschlagen geben. Leider konnte Merle ihre Nerven für das anschließende Gefecht um Platz 3 nicht ausreichend beruhigen, sodass sie sich mit dem undankbaren, aber dennoch guten 4. Platz zufriedengeben musste. Ihre Schwester Finja konnte ihre Finalgegnerin in einem wahren Kraftakt bezwingen und sich die verdiente Goldmedaille sichern.

Bei den Damen der Altersgruppe U11 konnte Alexandra Wall in gewohnter Manier ohne Niederlage ebenfalls den Turniersieg und damit die Goldmedaille an die Lahn bringen.

Julian Grebing zeigte bei den Herren derselben Altersgruppe eine ebenso tadellose Vorrundenleistung, wohingegen Jonathan Grebing und Christoph Mania jeweils eine Niederlage hinnehmen mussten. Der noch turnierunerfahrenere Matthis Frenkler schaffte zwei Siege in der Vorrunde. Im KO-Durchgang musste sich Matthis leider bereits im 32er Tableau Morten Korell aus Darmstadt knapp geschlagen geben. Er belegte am Ende einen guten 23. Platz. Christoph und Jonathan wurden beide unerwartet früh im Achtelfinale gestoppt. Sie konnten sich anschließend die Platzierungen 11 und 9 erfechten. Julian kämpfte sich bis ins Halbfinale vor, in welchem er seinem Dauerrivalen und späterem Turniersieger Joscha Köthe aus Rüsselsheim erneut unterlag. Von dieser Niederlage nicht entmutigt konnte er das Gefecht um Platz 3 gegen seinen Kontrahenten Ege Karaören, ebenfalls aus Rüsselsheim, gewinnen und so die Bronzemedaille erringen.

 

Am zweiten Wettkampftag waren die Herren und Damen der Altersgruppe U15 an der Reihe. In der Vorrunde zeigte Daniel Ludwig die beste Leistung, indem er nur eine Niederlage hinnehmen musste. Vincent Stetzka und Ansgar Hahn legten mit jeweils drei Siegen nach. Quentin Herwig kam auf 2 Siege, während Fabian Seidel, Samuel Niczyporuk, Philipp Rust und Joscha Kröpelin sich jeweils mit nur einem Sieg begnügen mussten. Im folgenden 32er KO-Durchgang mussten sich Samuel und Philipp gegen ihre Vereinskameraden Daniel und Ansgar geschlagen geben. Für sie stand nach den weiteren Platzierungsgefechten die Plätze 26 und 22 im Fechtpass. Die übrigen Marburger Fechter konnten sich ebenso wie Ansgar und Daniel ins Achtelfinale vorfechten. In diesem musste Daniel in einem erneuten vereinsinternen Duell Joscha eliminieren, welcher am Ende Platz 13 belegte. Fabian und Vincent mussten im selben Durchgang ebenfalls die Segel streichen, erkämpften sich aber durch die weiteren Gefechte die Platzierungen 11 und 15. Quentin wuchs im Achtelfinale über sich hinaus und konnte den auf Platz 2 gesetzten Fechter Anselm Eich aus Weinheim mit einem gewaltigen Kraftakt bezwingen. Im Folgedurchgang war dann Vereinskamerad Daniel eine Nummer zu groß, sodass Quentin am Ende Platz 7 vorweisen konnte. Ansgar konnte sich dagegen bis ins Halbfinale vorkämpfen, in welchem er dem amtierenden Deutschen Meister und späteren Turniersieger Nils Hoffmann aus Dörnigheim unterlag. Dennoch konnte sich Ansgar gegen seinen Dauerrivalen der vergangenen Turniere, Thies Lorenz aus Hanau, die Bronzemedaille sichern. Daniel konnte Thies Lorenz im Halbfinale bezwingen, fand aber ebenfalls kein Mittel gegen seinen Finalgegner, freute sich aber sehr über die Silbermedaille.

Bei den Damen ging erneut das Dreiergespann aus Finja Herwig, Merle Herwig und Fenja Kröpelin an den Start. Man merkte bereits in der Vorrunde, dass die meisten Gegnerinnen ein bis drei Jahre älter waren und teilweise deutlich mehr Erfahrung mitbrachten als die Marburgerinnen. Dennoch konnte Merle mit einer hervorragenden Konzentrationsleistung eine fehlerloste Vorrunde absolvieren. Finja konnte immerhin 3 Siege vorweisen. Allein Fenja wollte in der Vorrunde noch nichts gelingen, sodass sie leider keinen Vorrundensieg erringen konnte. Im 32er KO zeigte Fenja dann doch noch ihre Klasse und schlug die drei Jahre ältere Thea Metz aus Hanau. Im Achtelfinale musste sie sich ihrer Vereinskameradin Merle geschlagen geben. In den Platzierungsgefechten erkämpfte sich Fenja einen guten 12. Platz. Das Viertelfinale war dann erneut ein Marburger Duell zwischen den beiden Schwestern Merle und Finja, welches Merle knapp für sich entscheiden konnte. Finja erkämpfte sich, von dem anstrengenden Geschwisterduell erschöpft Platz 7. Merle konnte im Halbfinale gegen die routiniertere Sophia Schnarr aus Hanau kein geeignetes Mittel finden und unterlag. Gegen Luna Blum, ebenfalls aus Hanau, musste sie im Gefecht um Platz 3 zwar ebenfalls eine Niederlage hinnehmen, dennoch kann Merle auf den 4. Platz in dem Wettbewerb mit den älteren und erfahreneren Mädchen durchaus stolz sein.

 

Eine kleine und junge Delegation der Fechtabteilung des VfL 1860 Marburg trat in Rohrbach/Saar beim Pfalz-Turnier in der Altersklasse U11 mit dem Florett an. Jonathan Grebing musste in der Vorrunde nur eine Niederlage gegen seinen Bruder Julian hinnehmen, welcher eine fehlerlose Leistung zeigte. Christoph Mania konnte sich mit zwei Niederlagen, gegen die Gebrüder Grebing, auf Rang drei für die Direktausscheidung qualifizieren. Luiz Locayef, der vierte im Bunde, musste noch eine Niederlage mehr hinnehmen und qualifizierte sich auf Rang 5. Nach einem knappen Gefecht musste sich Luiz im Viertelfinale dem einen Rang besser platzierten János Beck vom TV Lauf mit 8:10 geschlagen geben und behielt dadurch seinen 5. Platz. Die übrigen drei Marburger ließen nichts anbrennen und qualifizierten sich alle für das Halbfinale. In diesem revanchierte sich Julian Grebing für Luiz‘ Niederlage und besiegte dessen Viertelfinalgegner souverän mit 10:5. Im anderen Halbfinale standen sich Christoph Mania und Jonathan Grebing in einem vereinsinternen Duell gegenüber, welches Jonathan am Ende für sich entscheiden konnte. Im anschließenden vereins- und familieninternen Finale behielt Jonathan diesmal die Nerven und verwies seinen Bruder Julian auf den zweiten Platz. Somit konnten Jonathan, Julian und Cristoph eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille an die Lahn holen.

 

 Andernorts, in Mannheim, gingen David Balzereit und Daniel Gombert mit dem Degen an den Start. Bei diesem Turnier fand ein spezieller und für den Fechtsport ungewöhnlicher Modus Anwendung. Diesmal konnte in einem Feld, ähnlich einem Boxring, gefochten werden anstelle der gewohnten Fechtbahn, auf der keine großen Seitwärtsbewegungen möglich sind. Beide Marburger mussten sich zunächst etwas auf den nun geänderten Fechtstil einstellen, konnten aber nach der Vorrunde achtbare Ergebnisse vorweisen. Im anschließenden KO schied Daniel Gombert leider bereits unter den besten 16 aus und belegte Platz 11. David Balzereit schaffte den Sprung ins Viertelfinale, in welchem er leider auch durch die nicht immer zuverlässige Funkmeldetechnik eine Niederlage hinnehmen musste. Für ihn bedeutete dies einen trotzdem guten 7. Platz.

Beide nahmen das etwas andere Fechtkonzept positiv auf und spielen mit dem Gedanken, bei der Neuauflage im nächsten Jahr wiederzukommen und nach Möglichkeit weitere Fechter zu begeistern.

von Linda Petersohn

Der Marburger Florett-Nachwuchs setzt sich auch in Baden-Württemberg durch. Im Herrenflorett des Jahgrangs 2008 ficht Quentin Herwig eine starke Vorrunde und ist, mit nur einer Niederlage, an Platz 2 gesetzt. Damit qualifiziert er sich direkt für das Viertelfinale,wo er jedoch ausgerechnet auf Vereinskamerad Philipp Rust trifft, der eine schwache Vorrunde ficht und sich über die Station Alexander Jobst (FC Moers) erst noch für das Viertelfinale qualifizieren muss. Rust entscheidet das vereinsinterne Duell für sich, schlägt anschließend Johann Fritz (TSB Schwäbisch Gmünd) im Halbfinale und lässt Joscha Köthe (FC Rüsselsheim) im Finale auch keine Chance. Quentin Herwig belegt Rang fünf.More Link